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| 1. Baugeschichte |
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| 2. Baugestalt |
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Der Dom St. Marien ist eine große spätgotische Hallenkirche mit eingezogenem
Hallenchor und 5/15 Schluss. Dem 87 m hohen Westturm mit 2 quadratischen
Untergeschossen und achteckigen Obergeschossen ist ostseits die 3-schiffige Halle
von 6-Jochen Länge vorgelagert. Die vielfachen Umbauten lassen sich an der
Baukörpergestalt ablesen. Mittel- und Seitenschiffe sind mit verschiedenartigen
Netz- und Sternengewölben versehen. Den Kirchenraum umziehen steinerne Emporen mit
frei auskragenden kanzelartigen Vorsprüngen, unter denen durch die eingezogenen
Strebepfeiler Kapellen entstanden. Über der nördlich vom Chorraum liegenden Sakristei
befindet sich der Sängerchor.
Langhaus und Chor nach Osten
Langhaus nach Westen
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| 3. Ausstattung |
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| 4. Besonderheiten |
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Die Kirche ist besonders beeindruckend durch ihre Weiträumigkeit, die durch
die Offenheit des Chores gesteigert wird. Die dreischiffige Halle hat fast
quadratischen Grundriss. Als Besonderheit darf auch der Wendelstein gelten,
eine mit zwei übereinanderliegenden Treppenläufen verbundene Anlage.
Reizvoll die Treppenspindel und das steigende Gewölbe einschließlich der
schlitzartigen Verbindung beider Treppenläufe über den Handläufen.
Der Einfluss des Steinkohlebergbaues im 19. und 20. Jh. unter dem Zwickauer
Stadtzentrum führte zu Senkungen des Bauwerkes um ca. 3,60 m. Der größte
Senkungszuwachs war während des intensivsten Abbaues in der Zeit von 1931 bis 1935
zu verzeichnen. Damals senkte sich der Dom innerhalb von nur 4 Jahren um 1,30 m.
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| 5. Restaurierungen |
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1839 bis 1841
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Behebung von Schäden unter gutachterlicher Begleitung Gottfried Sempers
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1885 bis 1891
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Restaurierung unter Leitung des Königlich-Sächsischen Baurates Dr. O. Mothes,
Stilisierung zum hochgotischen Erscheinungsbild, besonders äußerer Baukörper
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1945 bis 1957
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Beseitigung von Kriegsschäden
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seit 1990
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kontinuierliche Instandsetzungs- und Restaurierungsarbeiten an Fassade und Innenraum,
besonders zu erwähnen, die statische Sicherung des Baugefüges aufgrund des Einflusses
durch den Steinkohlenbergbau und dadurch bedingten Setzungen und Hebungen am Baukörper.
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| 6. Nutzung |
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Der Dom wird durch die Ev.-Luth. Nicolai-Kirchgemeinde besonders zu
gottesdienstlichen Zwecken genutzt. St. Marien ist Ephoralkirche und
damit auch eines der kirchenmusikalisch wichtigsten Zentren der Region
Zwickau.
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