Die Tagungsteilnehmer kommen von Großkirchen aus dem deutschsprachigen Raum, d. h. aus Deutschland, Österreich, Teilen der Schweiz, Frankreichs und der Niederlande. In den letzten Jahren gibt es auch wieder Verbindungen nach Prag und Trondheim (Norwegen).
Nach intensiven und langen Beratungen und Überlegungen haben wir auf der Dombaumeistertagung 1998 in Köln beschlossen, einen "Dombaumeister e.V." zu gründen. 44 Tagungsteilnehmer haben das in Köln mit ihrer Unterschrift bekundet.
Wie aus unserer Satzung hervorgeht, haben wir uns den Erhalt von Großkirchen im europäischen-deutschsprachigen Raum zum Ziel gesetzt. Auch den Erhalt und die Neugründung von Bauhütten wollen wir befördern und unterstützen, sowie das öffentliche Verständnis für den Erhalt unserer Kirchen vermitteln und wecken.
Mit der Vereinsgründung wollen wir denjenigen, die hauptsächlich mit vorgenannten Aufgaben betraut sind, wirksamere, der Sache dienlichere Grundlagen schaffen. Wir sind in sehr unterschiedlichen Strukturen tätig, vielfältig sind die Organisationsformen, Verantwortungsbereiche und Anstellungen. Deshalb kann nur die Person, die dem Vereinszeck entspricht und die Aufnahme beantragt hat, Mitglied unseres Vereins werden. Es ist damit eine persönliche Entscheidung des Einzelnen.
Die jährliche Dombaumeistertagung ist eine gute Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Zusätzlich zu den Themen vor Ort berichten Fachkollegen in Kurzvorträgen über ihre eigene Arbeit, die Sorgen und die Freuden um und mit ihrer Großkirche. Auf die Zeit zwischen den Tagungen wollen wir mehr Einfluss nehmen, um auch hier durch sinnvolle Koordinierung von Veranstaltungen, sachgebundenen Problemdiskussionen, Austausch von Mitarbeitern zwischen den Bauhütten und Weitergabe von Erfahrungen eine bessere fachliche und menschliche Grundlage für unsere Arbeit zu schaffen.
Die Kölner Dombaumeisterin und sechs Herren als Dombau-,
Münsterbau- oder Hüttenmeister aus Wien, Basel, Passau, Freiburg, Erfurt und
Dresden bilden z. Zt. den Vereinsvorstand. Sie haben sich für die
Vereinsgründung und -eintragung eingesetzt. Ihnen obliegt es, die Vereinsarbeit
zu vitalisieren und anzuregen. Sie setzen sich dafür ein, dass in den
Großkirchen im deutschsprachigen Raum täglich tausende von Menschen Gottes Wort
hören können, ihn loben, ihm danken, zu ihm beten oder sich an Kirchenmusik
erfreuen. Dies macht unsere Welt ein wenig friedlicher und uns Menschen
hoffentlich fröhlicher und freier.
Eberhard Burger