Dombaumeister e. V.

Basler Münster

Baugeschichte

Der Basler Münsterhügel war bereits in der spätkeltischen Zeit (1. Jahrhundert v. Chr.) besiedelt: Ein Wall (der sogenannte Murus Gallicus) im Süden und eine Nord-Route führten quer durch das spätere Baugebiet des Münsters. Zwischen dem 1. Jahrhundert v. Chr. und dem 4. Jahrhundert n. Chr. errichteten die Römer militärische Stützpunkte auf der von Rhein und Birsig flankierten Erhebung.

Im 9. Jahrhundert entstand das karolingische Münster, die erste Bischofskirche Basels, erbaut unter Bischof Haito (Amtszeit 805-823). 917 zerstörten die Ungarn bei einem Einfall die Stadt und beschädigten das Haito-Münster. Dennoch dürfte dieser Bau noch knappe 100 Jahre bestanden haben, bis mit der Errichtung des frühromanischen Münsters begonnen wurde. Kaiser Heinrich II. förderte Basel und diesen nach ihm benannten neuen Kirchenbau, der am 11. Oktober 1019 durch Bischof Adalbero II. geweiht wurde. Das Heinrichs-Münster entsprach in seinen Abmessungen weitgehend dem karolingischen Vorgängerbau.

Das spätromanische Münster entstand ab 1070 bis etwa 1220/30 wiederum als dreischiffige Basilika: ein neues Querhaus, ein polygonaler Chor, vier Fassadentürme und ein Vierungsturm bestimmten nun das Erscheinungsbild. Rund fünf Jahrzehnte später entstanden an den Seitenfassaden Grabkapellen und zwischen den Westtürmen ein gotisches Hauptportal. Am 18. Oktober 1356 erschütterte ein Erdbeben Basel; auch das Münster erlitt schwere Schäden. Der Wiederaufbau begann sofort, wurde von Osten nach Westen vollzogen und am 23. Juli 1500 mit der Vollendung des südlichen Martinsturms fertiggestellt.

Bauerhalt

Mitte des 16. Jahrhunderts wurde die mittelalterliche Münsterbauhütte in Basel aufgelöst und die Unterhaltsarbeiten für rund 450 Jahre den lokalen Bau- und Steinmetzbetrieben übertragen. Auf Initiative der Bauverantwortlichen wurde 1985 die Münsterbauhütte als Stiftung neu gegründet. Trägerschaften sind der Kanton Basel-Stadt, die Evangelisch-reformierte Kirche Basel-Stadt und die Christoph Merian Stiftung. Seit dem 2. Januar 1986 kümmert sich ein Team von acht bis zehn Mitarbeitenden – Steinmetze, Bildhauer und Restauratoren – um die kontinuierliche Restaurierung des Basler Wahrzeichens. Für spezielle Arbeiten werden zusätzliche Fachleute hinzugezogen und Aufträge wie Gerüstbau-, Dachdecker-, Spengler- und Metallbauarbeiten an die Privatwirtschaft vergeben. Die Projektleitung über sämtliche baulichen Massnahmen obliegt dem Münsterbaumeister.

Kontakt

Münsterbauhütte Basel • St. Alban-Tal 43 • 4052 Basel
+41 (0) 61 272 87 93
www.baslermuenster.ch/bauwerk/muensterbauhuette